
Auf der Jagd nach den schönsten Foto-Spots von Sachsen
Eigentlich sind die Schätze des Freistaats viel zu schade, um sie nur durch die Linse einer Kamera zu betrachten. Andererseits ist der Wunsch nur allzu verständlich, sich die wunderbaren Motive und Eindrücke immer wieder aufs Neue vor Augen führen zu wollen. Großartige Locations für noch großartigere Fotos gibt es nämlich in Hülle und Fülle – auch gerne abseits der bekannten Pfade.

Die Rakotzbrücke ist nur ein Beispiel dafür, wie mystisch, abenteuerlich und überraschend sich Sachsen einem Fotografen präsentieren kann.
So atemberaubend kann Sachsen sein
In Zeiten, in denen das Fernreisen so einfach wie nie war und exotische Ziele in greifbare Nähe rücken, geht der Blick für die Schönheit zu Hause leicht verloren. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass diese Schönheit in den vergangenen Jahren vermehrt wiederentdeckt wird. Zu Recht, denn wer nur genau hinsieht, wird in Sachsen eine Vielfalt entdecken, für die andere erst um den ganzen Globus reisen müssen.
In der großangelegten Kampagne "So geht sächsisch" steht seit ein paar Jahren genau diese Vielfalt im Mittelpunkt. Damit soll der Welt der ganze Facettenreichtum aufgezeigt werden, die sächsische Lebensart, wenn man so will. Wichtige Bestandteile dieser Lebensart sind die unvergleichliche Natur und Kultur, die mit begleitenden Bildserien auf Instagram veröffentlicht wurden. Daran mitgewirkt hat unter anderem Maximilian Münch, gebürtig aus Chemnitz, in der ganzen Welt zu Hause und das bedeutet eben auch in Sachsen.
Wer die Bilder sieht, die er unter dem Hashtag #simplysaxony mit anderen Instagram-Nutzern teilt (ebenfalls in Ausschnitten zu sehen auf seiner Homepage), fühlt sich schnell in eine märchenhafte Welt versetzt. Manchmal wirken die Motive fast schon zu fremd und erinnern zu sehr an weit entfernte Landstriche, als dass man beim Betrachten sofort auf Sachsen käme. Glücklicherweise verhält es sich aber genau so. Um in die gezeigte Märchenwelt abzutauchen, muss es also gar kein langer Trip sein. Zu den Lieblingsmotiven von Maximilian zählt übrigens der Kleine Winterberg in der Sächsischen Schweiz – und wer Bilder von dort sieht, weiß auch warum.

Aus so vielen Gründen so überaus populär bei Fotografen: Dabei erschöpfen sich die Bildmotive des Freistaats ganz sicher nicht in den Panorama-Aufnahmen der Sächsischen Schweiz.
Im Grunde warten an jeder Ecke Gelegenheiten auf ein erinnerungswürdiges Foto – selbst für diejenigen, die ihre Werke nicht unbedingt auf Instagram mit der Welt teilen möchten. Immerhin gibt es ja ausreichend Möglichkeiten, die geschossenen Fotos auch in den eigenen vier Wänden ansprechend zu präsentieren oder zu einem Gesamtkunstwerk in Buchform zusammenzufügen. Ganz gleich, welche Variante die bevorzugte ist: Bei so wunderbaren Motiven sollten die Bilder auf gar keinen Fall versteckt werden.
Die Landschaft
Prägend für die Landschaft Sachsens sind und bleiben die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge – wie die Werke von Elbsandstein-Bilder.de eindrucksvoll beweisen. Die schroffen Felsformationen des einzigen Felsennationalparks in Deutschland ziehen wie wenige landschaftliche Sehenswürdigkeiten die Menschen an. Zu unglaublich sind die Eindrücke, mit monumental aufragenden Felsen, engen Schluchten und tiefen Wäldern. Hier kann man auf der Suche nach aufregenden Entdeckungen beinahe verloren gehen – damit das nicht tatsächlich passiert, sind die insgesamt über 1.000 Kilometer Wegenetz bestens ausgeschildert.
Es bleibt also viel zu erkunden, selbst wenn nicht die bekanntesten Aussichtspunkte und Formationen angesteuert werden, um dort einen Schnappschuss zu ergattern. Wer die Gelegenheit und Zeit hat, sollte sich den Blick auf und von der Bastei mit der über 70 Meter langen Basteibrücke selbstverständlich nicht entgehen lassen, immerhin ist sie die wohl markanteste Sehenswürdigkeit der Sächsischen Schweiz – aber eben bei weitem nicht die einzige.
Rund um den Kleinen Winterberg
Grandiose Aussichten gibt es beispielsweise auch vom bereits erwähnten Kleinen Winterberg. Der ist für sich genommen nicht unbedingt spektakulär, mit seinen 500 Metern ist er zwischen den anderen Gipfeln der Sächsischen Schweiz im wahrsten Sinne nicht besonders herausragend. Hinzu kommt, dass sein Gipfel für Wanderer nicht zugänglich ist, was niemanden daran hindern sollte, den (bisweilen steilen) Aufstieg doch zu wagen.

Der Name täuscht, denn was die Ausblicke anbelangt, kann der Kleine Winterberg absolut mit größeren Vertretern mithalten.
Denn der Kleine Winterberg liegt gewissermaßen im Herzen des Elbsandsteingebirges und die Wanderungen um ihn herum bietet für abenteuerlustige nicht nur Panorama-Ausblicke auf die umliegende Schrammsteinlandschaft, sondern zudem einige beeindruckende Durchgänge durch natürliche Felsentore. Besonders empfehlenswert ist der Abstecher zum Hinteren Raubschloss oder Winterstein.
Hinauf zur Idagrotte
Umgekehrt gibt es vom Kirnitzschtal aufsteigend die Möglichkeit, nicht nur die bekannten Affensteine des Elbsandsteingebirges anzutreffen, sondern auf dem Königsweg bis hinauf zur Idagrotte zu klettern. Das ist gewissermaßen wörtlich zu verstehen, denn wer die Grotte – samt Aussicht auf den Kleinen Winterberg – erreichen möchte, kann dies nur über einen recht schmalen Pfad direkt über dem felsigen Abgrund tun. Allerdings hat auch niemand behauptet, dass die beeindruckendsten Fotomotive Sachsens ohne Mühen gefunden werden können.

Die Belohnung für einen schwierigen Aufstieg: der Ausblick der Idagrotte.
Die Jonsdorfer Felsenstadt
Etwas weniger abenteuerlich, dafür aber nicht weniger sehenswert, ist die Gegend rund um Jonsdorf. Mitten in den Zittauer Bergen gelegen – dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, wie es so schön heißt – lädt der Kurort erst einmal zur Erholung ein. Die kann aber genauso gut nach einem Ausflug in Richtung Jonsdorfer Felsenstadt nachgeholt werden. Sandsteinfelsen, die kaum weniger aufregend als die der Sächsischen Schweiz sind, treffen hier auf Vulkangestein.
Die Felsen, die entlang der Wanderwege aus dem Wald emporragen, tragen hier ebenfalls fantasievolle und witzige Namen, von Bernhardinern über Nashörner und Orgeln gibt es entsprechend viel zu entdecken. Theoretisch kann der Anstieg bis auf die Lausche hinauf angegangen werden, der ehemalige Vulkan ist mit rund 800 Metern der höchste Berg im Zittauer Gebirge. Ebenfalls ein Highlight ist die Aussicht vom Carola-Felsen. Hinsichtlich der landschaftlichen Vielfalt braucht sich das kleine Mittelgebirge jedenfalls nicht hinter dem wesentlich größeren Elbsandsteingebirge verstecken.

Der Carola-Felsen in den Zittauer Bergen weiß zu jeder Jahreszeit als Bildmotiv zu überzeugen.