
Minister Panter betont Bedeutung von Frauen in der Arbeitswelt
Internationaler Frauentag: Frauen in Sachsens Wirtschaft
Sachsens Wirtschaft und Gesellschaft profitieren von engagierten Frauen. Doch trotz Fortschritten bleibt die Lohnlücke bestehen. Minister Panter fordert mehr Gleichstellung.
Sachsen - Am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert. Das diesjährige Motto „Für ALLE Frauen und Mädchen: Rechte. Gleichheit. Ermächtigung“ stellt die Förderung junger Frauen und Mädchen in den Fokus. Auch in Sachsen ist die Rolle der Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft ein zentrales Thema.
Frauen in Sachsen: Zahlen und Fakten
Laut dem Statistischen Landesamt lebten Ende 2023 rund 2,06 Millionen Frauen in Sachsen, was 51 Prozent der Bevölkerung entspricht. Frauen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83,61 Jahren und machen 49,6 Prozent der Studierenden an Hochschulen aus. Dennoch sind nur 26,2 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt.
Erwerbstätigkeit und Gleichstellung
Im Jahr 2023 waren 76 Prozent der Frauen zwischen 15 und 64 Jahren in Sachsen erwerbstätig. Während der Anteil an Teilzeitbeschäftigten gestiegen ist, ging die Selbstständigkeitsquote zurück. In Führungspositionen sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert: Nur 3,6 Prozent aller erwerbstätigen Frauen haben eine leitende Funktion inne.
Lohnentwicklung und bestehende Unterschiede
2024 stiegen die Nominallöhne von Frauen um 5,9 Prozent, bei Männern um 4,8 Prozent. Dennoch verdienen Frauen durchschnittlich sieben Prozent weniger pro Stunde als Männer. Besonders ab dem ersten Kind vergrößert sich die Verdienstlücke weiter.
Wirtschaftsminister Panter fordert mehr Gleichstellung
Wirtschaftsminister Dirk Panter betonte die Notwendigkeit der Chancengleichheit: „Die sächsische Wirtschaft ist auf die Kompetenzen und das Engagement von Frauen angewiesen.“ Er fordert mehr Lohngerechtigkeit und Tarifverträge als Mittel zur Angleichung der Gehälter.