Auf der Interventionsfläche sind bereits Veranstaltungen und Ausstellungen geplant
Garagencampus Chemnitz: Ein Ort mit Zukunft
Chemnitz- Chemnitz wächst über sich hinaus – als Kulturhauptstadt Europas 2025 werden Orte geschaffen, die weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlen sollen. Einer dieser Orte ist der Garagencampus, ein ambitioniertes Projekt auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots der CVAG. Hier soll ein neuer, lebendiger Raum für Kunst, Kultur und Begegnung entstehen. Am Freitag wurde der Garagencampus feierlich eröffnet – ein Meilenstein für die Macher, die Politik und alle, die an diesem Ort mitgewirkt haben.
Es ist eine der großen Interventionsflächen der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Untergebracht im ehemaligen Betriebshof und Straßenbahndepot der CVAG, soll der sogenannte Garagencampus – wenn es nach den Machern geht – ein Ort von überregionaler Bedeutung und europäischer Strahlkraft werden. Am Freitag wurde das Projekt nun feierlich eröffnet. Mit dabei: Andrea Pier. Die kaufmännische Geschäftsführerin der Kulturhauptstadt gGmbH war sozusagen in zivil unterwegs. Quasi als Zuschauerin dessen, was auch unter ihrer Anleitung auf die Beine gestellt wurde. Im Interview mit Sachsen Fernsehen zeigte sich Pier erfreut, dass die Mühen der vergangenen Zeit nun sichtbar werden – und das bei bestem Kulturhauptstadt-Wetter.
Über den offiziellen Start des Projektes dürfte sich auch Baubürgermeister Michael Stötzer freuen. Der Politiker hat das Projekt von Grund auf begleitet und zeigte sich stolz auf das Erreichte. Dabei hätten viele Hände mit angepackt. Die Interventionsfläche sei außerdem gut gewählt, weil sie den Bereich um die Zwickauer Straße neu beleben könne. Der Garagencampus sei für diese Entwicklung allerdings erst der Anfang. Auf der Interventionsfläche sind bereits Veranstaltungen und Ausstellungen geplant. Außerdem soll der Garagencampus im Mai noch einmal seine Tore für Besucher weit öffnen. Zur Gestaltung werden kurzerhand Schulklassen mit ins Boot geholt.
Zur Eröffnung war auch Landtagspräsident Alexander Dierks vor Ort. Für den CDU-Politiker ist die Belebung der alten Industriebrache auch eine Form der Nachhaltigkeit. Durch die Umwidmung und den Ausbau gebe man dem Objekt eine Zukunft und erhalte es als historischen Ort der Stadt. Im Zusammenhang mit der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 wird immer wieder die Frage aufgeworfen, was nach der großen Sause hängenbleibt – kulturell, aber auch im demokratischen Sinne. Der Garagencampus kann ab 2026 ein Teil dessen sein, was bleibt: ein Ort, der sich noch entwickeln muss, aber auch auf Bürgerbeteiligung und die Weiterentwicklung eines Stadtteils setzt.