Leipzig
Hightech gegen Krebs: Uniklinikum setzt auf KI
Mit einem neuen Linearbeschleuniger setzt das Universitätsklinikum Leipzig neue Maßstäbe in der Krebstherapie. Dank künstlicher Intelligenz und adaptiver Strahlentherapie werden Behandlungen präziser und effizienter.
Neuer Linearbeschleuniger verbessert Krebstherapie
Am Uniklinikum Leipzig sorgt ein neuer Linearbeschleuniger seit Mitte Januar für bedeutende Fortschritte in der Krebstherapie. Das Hightech-Gerät ermöglicht eine adaptive Strahlentherapie, die Behandlungen präziser und individuell auf die tagesaktuelle Situation der Patienten abstimmt. „Die adaptive Strahlentherapie ist die Möglichkeit, jeden Tag die Veränderungen im Körper des Patienten zu berücksichtigen“, erklärt Professor Prof. Dr. Dr. Nils Nicolay, Direktor der Klinik für Strahlentherapie. Dies trägt dazu bei, gesundes Gewebe zu schonen, während Tumore gezielt behandelt werden.
Innovative Technologie und künstliche Intelligenz
Das Bestrahlungsgerät ist mit einer hochauflösenden Bildgebungseinheit ausgestattet, die es ermöglicht, Organe im Körper genau zu lokalisieren. Die künstliche Intelligenz des Geräts sorgt dafür, dass notwendige Anpassungen des Bestrahlungsplans innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden können. Dies bedeutet eine erhebliche Zeitersparnis und Effizienzsteigerung, betont Nicolai: „Früher dauerte die Neuberechnung eines Bestrahlungsplans mehrere Stunden, heute benötigt die moderne Technologie dafür nur Minuten.“
Ein Gewinn für Patienten und Klinikpersonal
Die Anschaffung dieses Linearbeschleunigers war eine Investition in Millionenhöhe, jedoch unverzichtbar für ein stetig wachsendes medizinisches Versorgungsbedürfnis in Leipzig. Nicht nur Patienten profitieren von der hochpräzisen Technologie, sondern auch das Klinikpersonal wird deutlich entlastet. Die Effizienz des Geräts ermöglicht es, mehr Patienten zu behandeln, was besonders wichtig in einer wachsenden Stadt wie Leipzig ist, in der die Nachfrage nach medizinischer Versorgung ständig steigt.