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Tierseuchen-Alarm: Ministerin Köpping warnt und bereitet Katastrophen-Pläne vor

Dresden - Sachsen kämpft seit Jahren gegen die Afrikanische Schweinepest. Ministerin Petra Köpping (SPD) betont die wirtschaftlichen Auswirkungen und spricht über den drängenden sächsischen Haushalt im anhaltenden Krisenmodus.

Tierseuchen: Ein anhaltendes Problem in Sachsen

Seit 2020 stellt die Afrikanische Schweinepest (ASP) Sachsen vor erhebliche Herausforderungen. Wie Petra Köpping, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin der SPD, in einer Regierungsbefragung erklärte, hat das Bundesland bereits 54,8 Millionen Euro zur Bekämpfung der Seuche aufwenden müssen. Diese Gelder flossen in Maßnahmen wie das Errichten von Zäunen, die Reduzierung der Schwarzwildpopulation in Zusammenarbeit mit Jägern und die Suche durch Hundestaffeln. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen für die schweinehaltenden Betriebe sind dramatisch, viele mussten aufgeben", so Köpping. Kritisch sei auch, dass das Virus in den Überresten verstorbener Tiere jahrelang aktiv bleiben kann.

Ministerin Köpping zu Seuchenbekämpfung und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Risiken weiterer Seuchen und wirtschaftliche Auswirkungen

Neben der ASP besprechen die Behörden proaktiv Maßnahmen zum Schutz vor der Maul- und Klauenseuche und der Vogelgrippe. Köpping hob hervor, dass die Maul- und Klauenseuche in Deutschland seit 1988 nicht mehr aufgetreten ist und betonte: "Diese Seuchen haben dramatische Auswirkungen auf den Lebensunterhalt von Landwirten und der gesamten Lebensmittelindustrie, wie etwa bei Sachsenmilch." Präventive Maßnahmen und Krisenmanagement sollen eine Ausweitung der Seuchen auf den Menschen verhindern, was durch jüngste Fälle von Vogelgrippe-Übertragungen in den USA noch relevanter geworden ist.

Knapper sächsischer Haushalt: Prioritäten setzen

Parallel zu den Herausforderungen durch Tierseuchen muss Sachsen im Haushalt Einsparungen von zwei Milliarden Euro vornehmen. Köpping bezeichnete Kinder und Jugendliche als prioritäre Gruppe im neuen Haushaltsplan. Wichtig sei, dass Projekte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern, nicht gekappt werden. "Wir haben die Schulsozialarbeit als Teil eines Schonbereichs eingearbeitet und verteidigen die Jugendpauschale", sagte Köpping.

Die Ministerin stellte klar, dass eine vorläufige Haushaltsführung nur begrenzte Mittel zuteilt, was insbesondere neue Projekte trifft. Die geplante Haushaltsverabschiedung zur Jahresmitte könne hier Entlastung schaffen. "Eine schnelle Verabschiedung des Haushalts ist von größter Dringlichkeit," betonte Köpping abschließend.

Das Gespräch mit Ministerin Petra Köpping zeigt, wie eng Tierseuchenprävention und ökonomische Stabilität in Sachsen verflochten sind.

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